Licht am Ende des Waldweges?

Licht am Ende des Waldweges?

In Appeldorn, Niedermörmter und Wissel gehört es schon zum Straßenbild – Das orangene Kabelbündel das mit den darin geschützten Glasfasern endlich wirklich schnelles Internet auf die Dörfer bringen soll. Zeit mal kurz zurück zu blicken. Im letzten Jahr konnte man in ganz Kalkar kaum einen Punkt finden von wo aus man kein Plakat sehen konnte, dass die Menschen ermuntern sollte sich doch für einen Glasfaser-Anschluss zu entscheiden. Nach einigen Verlängerungen war es dann so weit, die erforderlichen Mengen wurden erreicht und die Planungen nahmen Fahrt auf. Fast alle konnten glücklich in eine Zukunft blicken, in der ein Ladebalken ein aussterbendes digitales Symbol werden sollte.

Und sogar für den Menschen in den Außenbezirken schien das Problem „kein brauchbares Internet“ ein bald gelöstest zu sein. Durch ein Förderprogramm von Bund, Land und Kommunen sollten auch diese Bereich angeschlossen werden. Es wurde sogar der Förderbescheid mit breitem Lächeln vom ehemaligen Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur an den Landrat übergeben.

Wir springen in den März 2018 – Nachdem nun also alle Haushalte vom Unternehmen Deutsche Glasfaser aufgesucht und die ersten Straßen und Wege aufgemacht werden, stellte sich bei vielen Außenbezirklern die Frage wann und wie es denn nun dort weiter gehen würde. Eine Frage an die Verwaltung und die Bürgermeisterin in der letzten Sitzung des Bau-, Planungs-, Verkehrs- und Umwelt-Ausschusses brachte da leider nicht viel Erkenntnis. „Läuft“, war die knappste aller möglichen Antworten. Scheinbar gibt es in dieser Hinsicht wenig Information vom Kreis an die Kommunen.

Da sich die Fragen der Bürger aber häuften, haben wir selber mal beim Kreis nachgefragt. Wie es denn nun weiter geht, welche Technologie verwendet wird und wo konkret ausgebaut wird wollten wir wissen.

Licht am Ende des Waldweges?

Status Quo – Rockt nur bedingt

Erfreulicherweise haben wir recht schnell eine Antwort erhalten. Stand der Dinge ist, dass das Ausschreibungsverfahren noch läuft und es noch kein Endtermin gibt.

Zitat: Das Ausschreibungsverfahren, für das hohe formale Anforderungen bestehen, wird noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Wegen der zu wahrenden Vertraulichkeit können hierzu derzeit keine weiteren Informationen gegeben werden. Insofern kann zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Aussage zu möglichen Ausführungszeiträumen getroffen werden.

Was die einzusetzende Technologie angeht, teilte man uns mit, dass die Ausschreibung technologieneutral erfolgen muss. Die Mindestbandbreite beträgt 100Mbit/s. Grundsätzlich spricht unserer Meinung auch nichts gegen eine neutral formulierte Ausschreibung. Es mag sicherlich Orte geben an denen eine Anbindung z.B. per Funk einfacher und wirtschaftlicher ist. Eine Bandbreite von 100Mbit/s halten wir aber für zu gering bemessen. 100Mbit/s ist ziemlich genau die Bandbreite die sich mit Ach und Krach noch durch eine Kupferader quetschen lässt.

Es könnte im schlimmsten Fall also sein, dass die 23,8 Millionen Euro also für ein nicht nachhaltiges Upgrade der vor Jahrzehnten vergrabenen Kupferadern verpulvert werden und wir in 5-10 Jahren vor der gleichen Situation wie heute stehen. Nämlich der, dass die Außenbezirke technisch unterversorgt sind. Hoffen wir, dass es anders kommt. Wir werden das Verfahren weiter beobachten und informieren.

Klarheit gibt es jetzt aber was die Ausbaugebiete angeht. Der Kreis war so freundlich uns die Karte mit den Ausbaugebieten zu übermitteln. Diese kann hier heruntergeladen werden.

 

 

 

 

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