Kämmerer verwechselt Brutto- mit Nettobeträgen:

Die gute Nachricht zuerst:
Abfallgebühren bleiben doch konstant!

Auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 13. 12. 2018 stand unter TOP 10 die Erhöhung der Gebühren für die Abfallentsorgung. (Siehe „Das Leben wird teurer…“)

In der schriftlichen Begründung der Verwaltung (Drucksache 10/589) steht: „Die Kreis Klever-Abfallwirtschaft teilte für das Jahr 2019 eine Steigerung der Deponiekosten für den Haus- und Sperrmüll von 147,06 €/t auf voraussichtlich 165,00 €/t sowie für den Biomüll von 125,21 € auf voraussichtlich 142,00 €/t mit.“

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Willibald Kunisch, ist ein fleißiger Zeitungsleser. So war ihm aufgefallen, dass unsere Nachbarstadt Rees die Abfallgebühren im kommenden Jahr konstant hält, obwohl auch Rees wie Kalkar die Deponien der Kreis Klever Abfallwirtschaft nutzt.
Seine telefonische Rücksprache mit der Kreis Klever Abfallgesellschaft überraschte ihn. Eine Erhöhung habe es nicht gegeben und sei auch nicht geplant, war die Auskunft!

Nach seinem Hinweis in der Ratssitzung forderte die Bürgermeisterin den Kämmerer Stefan Jaspers auf, dazu Stellung zu nehmen. Seine Erklärung war, dass man versehentlich Brutto- und Nettobeträge verwechselt habe! Den von der Abfallwirtschaft genannten Nettobetrag habe man für den derzeitigen und den Bruttobetrag habe man für den zukünftig zu zahlenden Betrag gehalten.

Die Erhöhung wurde daraufhin von der Tagesordnung genommen. Die Abfallgebühren bleiben wie sie sind! – Fazit: Ohne die Aufmerksamkeit eines Ratsmitgliedes hätte die Stadt allen Kalkarer Haushalten im kommenden Jahr unbegründet zusätzlich in die Tasche gegriffen. Wegen eines Versehens. Und weil man Brutto- und Nettobeträge nicht erkannt hat.

Für uns bleibt die Angelegenheit mit dieser Erklärung dennoch eine Sache mit einigen Fragezeichen.
Denn wenn man auf 147,06 die MWSt. von 19 % aufschlägt, kommt nicht 165,00 Euro, sondern 175,00 Euro raus. Genauso wie 125,21 plus 19 % nicht 142,00 sondern 149,00 ergibt.
Oder anders gesehen: im ersten Fall ergibt sich ein Aufschlag von 12,2 % im zweiten Fall würde die MWSt. 13,5 % Betragen???

Alles klar, oder?????

1 Antwort

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  1. […] Schwaya Akteneinsicht beim Kämmerer der Stadt genommen, um die noch offenen Fragen zu klären (siehe Beitrag […]

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